R a s s e n b e s c h r e i b u n g

Nationalität: Frankreich

Herkunft: Autochthone Rasse der alten französischen Provinz Picardie. Gegen Ende des XIX. Jahrhunderts war sie fast ausgestorben, aber in neuerer Zeit haben sich wieder Züchter dieser Rasse angenommen.

Beschreibung: Schulterhöhe 55 bis 60 cm ; rundlicher und breiter Schädel; leicht gewölbter Nasenrücken mit braunem Nasenspiegel; Augen dunkelbernsteingelb und sehr ausdruckvoll; Behang mit gewellten Fransen; Hals, Schultern und Schenkel gut bemuskelt; schöne Fahnenrute; grobes, leichte gewalltes Haar. Farbe: graugetüpfelt mit braunen Flecken am ganzen Körper.

Wesen: Sehr gutmütig, fröhlich, intelligent und empfindsam.

Verwendung: Er hat eine ausgezeichnete Nase und grosse Widersandskraft und wird für die Hasenjagd (und auch für anderes Wild) in Feld, Wald und Sumpf gebraucht. Man kennt ihn fast ausschliesslich in Frankreich.
R a s s e n s t a n d a r d

FCI - Standard Nr. 108/ 25.09. 1998 / D
P I C A R D I E - S P A N I E L ( E p a g n e u l P i c a r d )
ÜBERSETZUNG: Frau Michèle Schneider
URSPRUNG: Frankreich.
DATUM DER PUBLIKATION DES GÜLTIGEN ORIGINAL-STANDARDES: 30.10.1964.
VERWENDUNG: Vorstehhund.
KLASSIFIKATION FCI: Gruppe 7 Vorstehhunde.
Sektion 1.2 Kontinentale Vorstehhunde, Typ « Spaniel ».
Mit Arbeitsprüfung.

ALLGEMEINES ERSCHEINUNGSBILD
Stämmiger Hund, mit kräftigen und nervigen Gliedmassen. Sanfter und expressiver Ausdruck. Der Kopf wird fröhlich und stolz getragen. Sehr gut entwickelte Vorderhand.

OBERKOPF:
Schädel: Rund und breit, deutlich betontes Hinterhauptbein; flache Schädelseiten.
Stop: Stirnabsatz sehr schräg, aber nicht rechtwinklig.

GESICHTSSCHÄDEL:
Nasenschwamm: Braun, mittelgross, ziemlich rund.

Fang: Lang, ziemlich breit; der Nasenrücken verjüngt sich von seinem Ansatz am Oberkopf zum Nasenspiegel hin und zeigt in der Mitte eine sehr leichte Wölbung.
Lefzen: Mitteldick, ein wenig überfallend, aber nicht zu stark überhängend.
Augen: Farbe von dunklem Bernstein; gut geöffnet; freier und sehr ausdrucksstarker Blick.
Behang: Ziemlich tief angesetzt umrahmt er hübsch den Kopf; schön gewelltes Seidenhaar.
Hals: Gut angesetzt; gut bemuskelt.

KÖRPER
Die Hüfthöcker liegen etwas tiefer als der Widerrist.
Rücken: Mittellang; leichte Vertiefung hinter dem Widerrist.
Lenden: Sehr gerade, nicht zu lang; breit und kräftig.
Kruppe: Ganz leicht schräg und gerundet.
Brust: Tief, ziemlich breit; deutlich bis auf Ellenbogenhöhe hinabreichend.
Flanken: Flach, aber tief, wenn auch ziemlich aufgezogen.
Rute: Nicht zu hoch angesetzt; beschreibt zwei leichte, konkave und konvexe Bogen; nicht zu lang; von schönem Seidenhaar bedeckt.

VORDERHAND: Vorderläufe ganz gerade; gut bemuskelt; befranst.
Schultern: Schulterblatt ziemlich lang; eher steil; ziemlich muskulös.
Oberarm: Gut bemuskelt.
Ellenbogen: Gut gestellt.

HINTERHAND: Hinterläufe bis zum Sprunggelenk gut befranst.
Hüften: Hüfthöcker bis zum Niveau von Rücken und Lende hervortretend.
Oberschenkel: Gerade, ziemlich lang, breit, muskulös.
Sprunggelenk: Wenig gewinkelt.
Hintermittelfuss: Gerade.
Pfoten: Rund, breit, mit eng aneinander liegenden Zehen; mit etwas Haar dazwischen.

HAUT: Ziemlich dünn und geschmeidig.

HAARKLEID
Haar: Grob und nicht sehr seidig; fein am Kopf; am Körper leicht gewellt.
Farbe: Grau getüpfelt mit braunen Platten an verschiedenen Körperregionen und am Rutenansatz; meistens mit lohfarbenen Abzeichen an Kopf und Pfoten.

GRÖSSE
Widerristhöhe: 55-60 cm. Für Rüden ist eine Grösse bis zu 652 cm zulässig.

FEHLER
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.
· Kopf birnenförmig, zu schmal,
· Schädel quadratisch, schmal, kurz
· Stop rechtwinklig
· Nasenschwamm schwarz, spitz, eng; Spaltnase
· Fang zu kurz, zu stark gewölbt.
· Augen zu hell, zu tiefliegend, vorstehend; Schlitzaugen; bösartiger Blick.
· Behang schmal, kurz, zu hoch angesetzt, zu sehr gekräuseltes oder fehlendes Seidenhaar.
· Hals zu lang, zu schmal, zu kurz
· Rücken zu lang, eingefallen
· Lende zu lang, zu schmal, zu schwach
· Kruppe zu schräg
· Brust zu schmal, nicht genügend tief
· Flanken rund, zu stark aufgezogen, zu tief
· Säbelrute; Rute zu lang, zu lockig, zu hoch oder zu tief angesetzt
· Vorderläufe ohne Fransen, dünn; Ellbogen zu stark oder zu wenig anliegend
· Schulterblatt kurz, zu steil, zu schräg, zu sehr nach hinten gerichtet
· Oberarm zu dünn
· Vorderfussgelenk überknöchelt
· Hüfthöcker zu tief oder zu hoch liegend, zu eng aneinander liegend
· Oberschenkel schmal, ohne Fransen
· Sprunggelenk zu stark gewinkelt oder kuhhessig
· Pfoten schmal, gespreizt, durchgetreten
· Haut zu dick.
· Haar fein, seidig, gekräuselt, zu kurz.
· Zu viel braune Farbe, weisse oder schwarze Flecken.
NB: Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.